Ein Wohnmobil ist grundsätzlich als Unterkunft für eine doppelte Haushaltsführung geeignet. Nutzt der Steuerpflichtige es jedoch regelmäßig für die Familienheimfahrten, fehlt es an der dauerhaften Bindung der Zweitwohnung an den Beschäftigungsort. So hat das FG Baden-Württemberg entschieden.
In der aktuellen Folge von Verhör(t) spricht Johannes Lemminger darüber, wie er als Kind schon wusste: Er übernimmt die Kanzlei des Vaters. Dass er sich damit selbst im Weg stand, erkannte er erst viel später.
Das FG Düsseldorf hat entschieden, dass der betrieblichen Zusatzversorgung dienende Rentenzahlungen eines niederländischen Pensionsfonds für den öffentlichen Dienst mit einer Leibrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung vergleichbar sind. Daher seien sie im Rahmen des Progressionsvorbehalts mit dem Besteuerungsanteil anzusetzen.
Die Finanzverwaltung hat in einem neuen BMF-Schreiben zur Bildung von Rückstellungen für Arbeitsfreistellungen und sonstige Zusatzleistungen im Zusammenhang mit Arbeitsverträgen Stellung genommen.
Hat das Finanzamt einen Verspätungszuschlag als gebundene Entscheidung nach § 152 Abs. 2 AO festgesetzt und wird die Umsatzsteuerfestsetzung im Klageverfahren so geändert, dass statt einer Zahllast ein Überschuss besteht, wird ein nachfolgender Bescheid über die Festsetzung des Verspätungszuschlags Gegenstand des Klageverfahrens, obwohl er nunmehr auf § 152 Abs. 1 AO beruht.
Zum Entgelt für den Schulbesuch eines Kindes gehören auch Zahlungen an einen Förderverein, die dieser an den Schulträger weiterleitet, sofern die Verwendung der Mittel zur Finanzierung des normalen Schulbetriebs nachgewiesen ist.
Ein Unternehmen, das sich verspätet für die Mehrwertsteuer registriert, darf den Vorsteuerabzug nicht allein deshalb verlieren, weil die vor der Registrierung erworbenen Gegenstände nicht mehr vorhanden sind. Das folgt aus einem neuen Urteil des EuG.
Wird bei einem Wohn-Riester-Vertrag die Immobilie gewechselt, kann relevant werden, ob die Anzeige einer Reinvestitionsabsicht nach § 92a Abs. 3 EStG zwingend ausdrücklich erfolgen muss und ob die Zentrale Zulagenstelle für Altersvorsorgevermögen (ZfA) an die Datensatzmeldung des Riester-Anbieters gebunden ist.
Voraussetzung für den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende ist, dass der Steuerpflichtige tatsächlich "alleinstehend" im Sinne des § 24b Abs. 3 EStG ist. Dies setzt voraus, dass keine Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen volljährigen Person besteht.
Das FG Baden-Württemberg hat entschieden, dass Kosten für ein Grund-und-Boden-Verkehrswertgutachten eines örtlichen Gutachterausschusses erstattungsfähig nach § 139 Abs. 1 FGO sein können, wenn dies im Verwaltungs- und Klageverfahren angefordert wird.
Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt in Steuerkanzleien nachhaltig verändert. Hybrides Arbeiten ist für viele Fachkräfte heute kein Zusatzangebot mehr, sondern eine klare Erwartung an moderne Arbeitgeber. Dieser Wandel erfordert jedoch ein Umdenken in der Kanzleiführung sowie klar definierte Kommunikationsregeln.
Anlässlich verschiedener finanzgerichtlicher Entscheidungen stellen wir für Sie monatlich die wichtigsten neuen anhängigen BFH-Verfahren für Unternehmer, Arbeitnehmer und Anleger zusammen.
Das FG Münster hat entschieden, unter welchen Bedingungen Pensionsrückstellungen für Gesellschafter, denen die Zusage nach Vollendung des 60. Lebensjahrs erteilt wurde, in voller Höhe als vGA zu qualifizieren sind.
Das Bundeskabinett hat den Regierungsentwurf für das Einkommensteuerreformgesetz 2027 beschlossen. Er entspricht inhaltlich dem Referentenentwurf des BMF.
Die doppelte steuerliche Erfassung einer Hinterbliebenenleistung mit Erbschaftsteuer und Einkommensteuer ist laut dem FG München selbst bei einer Gesamtsteuerbelastungsquote von 60 % mit Art. 14 GG vereinbar.
Die Schlussabrechnungen laufen weiter, und mit ihnen die Widerspruchsverfahren. Die ersten gewonnenen Verfahren zeigen, worauf es ankommt – und warum eine knappe Begründung im Vertrauen auf die Amtsermittlung regelmäßig scheitert.
Die Finanzverwaltung hat die Vordrucke der Anlage EÜR sowie die Vordrucke für die Sonder- und Ergänzungsrechnungen für Mitunternehmerschaften und die dazugehörigen Anleitungen für das Jahr 2026 bekanntgegeben.
Die Vorabpauschale ist rein steuerlich: Handelsrechtlich entsteht kein Ertrag. Im Betriebsvermögen kommt es außerdem auf Fondstyp, Rechtsform und Depotbank an. Besonders bei Auslandsdepots muss die Vorabpauschale häufig selbst ermittelt und dokumentiert werden.